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Burg Regenstein
Festung Regenstein
Blankenburg blüht
Mittelalter
18. Jahrhundert
19. Jahrhundert
Zivil
Roßbach 1757
Aktivitäten


Von 1670 bis 1758 war der Regenstein zu einer kurbrandenburgischen und später preußischen Festung ausgebaut. Am 12. September 1757, während des Siebenjährigen Krieges, wurde sie von den Franzosen erobert und verstärkt. Am 12. Februar 1758 eroberten die Preußen den Regenstein zurück und schleiften einen Teil der Festungswerke. Aus der Festungszeit sind sechs Bastionen, zahlreiche kleinere und größere Vorbefestigungen, Gräben, in den Fels gearbeitete Kasematten, mehrere Schlupfpforten, Grabenkoffer, Reste der drei Festungskapellen, das Fundament der Turmwindmühle und die Toranlage noch gut erkennbar.

Während der Festungszeit wurde der Regenstein zunächst durch eine Kompanie des Regiments v. Fargel besetzt. Aus dieser Einheit entstand das Regiment v. Anhalt (Nr. 3), das durch den "Alten Dessauer" bekannt wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts stellte das Regiment v. Dönhoff (Nr. 21) für einige Jahre die Regensteiner Garnison. Danach erhielt der Regenstein eine Besatzung des Neuen Garnison-Regiments. Diese Einheit hatte eine relativ schlichte Uniform. Dunkelblaue Hose und Weste bildeten keinen Kontrast zum dunkelblauen Rock. Die Feldregimenter trugen dagegen helles Unterzeug. Auch die Anzahl der Knöpfe war gegenüber der Linieninfanterie stark reduziert.

Die Festung Regenstein wurde auf Befehl des Kurfürsten von Brandenburg angelegt. Eine Fahne aus der kurbrandenburgischen Zeit ist auf dem nebenstehenden Foto zu sehen. Der rote Adler trägt den Kurhut. Bei den späteren preußischen Adlern ist die Königskrone abgebildet.

An der Südwestecke des Burgfelsens kann man zur Mittagszeit, bei Streiflicht, sehr gut ein Relief aus der Festungszeit erkennen, das den brandenburgischen Adler mit Kurhut und einem Devisenband zeigt. Es stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts


 
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